Einblicke in Produktion, Tierwohl und Wurstherstellung
Wurst und Wissen - Besuch bei der Hofmetzgerei Altsetter

Studierende der Teilzeitschule Hauswirtschaft aus Schwabmünchen besuchten im Mai 2026 die Hofmetzgerei Altstetter in Ettringen. Ausgestattet mit hygienischen Schutzanzügen erhielten die Schülerinnen einen umfassenden Einblick in die Produktionsräume und Abläufe eines modernen, familiengeführten Betriebs.

Vor den staunenden Besuchern zerlegten die Mitarbeiter mit routinierten Griffen und scharfen Messern zügig eine halbe Sau. Martin Altsetter erklärte mit Hingabe die einzelnen Teilstücke und erläuterte, wofür sie sich in der Küche am besten eignen. Dabei wurde den Schülerinnen sehr anschaulich klar, dass das Filet nur etwa 1 % des Schlachtkörpers ausmachen – und weshalb sich daraus der höhere Preis erklärt.

So wird die Weißwurst gemacht

Ein besonders praxisnaher Teil des Besuchs war die Wurstherstellung: Für die Studierenden wurde extra gewurstet. Die Herstellung der Weißwurst wurde Schritt für Schritt demonstriert: Kalbfleisch, Schweinespeck und Schwarte werden zusammen mit Eis, Petersilie und der hausgemachten Gewürzmischung im Cutter zu einer feinen, homogenen Masse verarbeitet – das ist die Grundlage für das flaumige Mundgefühl der Weißwurst. Anschließend zeigte ein weiterer Metzger, wie die Masse in die Därme gefüllt wird.

Eigene Tierhaltung sichert Qualität

Tierwohl hat im Familienbetrieb Altstetter höchste Priorität: Die Schweine wachsen direkt nebenan im Stall auf, lange Transportwege und Stress vor der Schlachtung entfallen dadurch. Dieser kurze Weg vom Stall zur Metzgerei trägt maßgeblich zur Fleischqualität bei und wurde den Schülerinnen als hervorstechendes Qualitätsmerkmal vermittelt.

Moderne Direktvermarktung

Auch der neue Hofladen wurde präsentiert, Johannes Altstetters Werk: Mit digitaler Auspreisung und moderner Ladenausstattung verbindet er zeitgemäßen Service mit traditioneller, einladender Gestaltung. Der Besuch machte deutlich, wie sehr Regionalität und bewusstes Einkaufen in der Praxis verankert sind – ein zentraler Lernpunkt für die Teilzeitschülerinnen.

Fazit

Der Tag in Ettringen bot den Studierenden nicht nur fachliche Einblicke in Metzgerhandwerk und Produktionsprozesse, sondern auch ein vertieftes Verständnis für die Zusammenhänge von Tierhaltung, Verarbeitung und Produktqualität – und stärkte so die Wertschätzung für regionale Lebensmittel.