Praxisnah erleben an unseren Hauswirtschaftsschulen
Vom Teich auf den Teller

Mario Pfaudler, Fischwirt auf dem Fischereihof Salgen, führte die Studierenden der Hauswirtschaftsschule Schwabmünchen im Januar 2026 zu Schwabens größtem Aquarium mit 250 Kubikmeter Fassungsvermögen. Dabei vermittelte er anschaulich Wissen über heimische Fischarten.

Besonders beeindruckend war die Erkenntnis, dass Fische zwar Stress empfinden, jedoch nicht als schmerzempfindlich wie Säugetiere gelten. Außerdem erfuhren die Teilnehmenden, dass ein Aal auf feuchtem Untergrund bis zu fünf Kilometer an Land zurücklegen kann und dabei rund 50-mal besser riecht als ein Hund.

Studierende der Hauswirtschaftsschule schlachten ihren eigenen Fisch

Praxisnah wurde es beim nächsten Programmpunkt der Lehrfahrt: Die Studierenden durften selbst Hand anlegen und Fische schlachten sowie filetieren. Verarbeitet wurde Bachsaibling, ein enger Verwandter der Forelle. Unter fachkundiger Anleitung entstanden küchenfertige Filets, die am darauffolgenden Tag im Küchenpraxisunterricht bei Fachlehrkraft Carina Brunner weiterverarbeitet wurden.

So gelingt der Fisch

Dabei lernten die Studierenden die wichtige sogenannte „3-S-Regel“ kennen. Diese lautet Säubern, Säuern (z. B. mit Zitronensaft), Salzen - so wird der Fisch hygienisch einwandfrei und schmackhaft zubereitet. Auf dem Speiseplan standen dann Klassiker wie Forelle Müllerin Art und Backfisch. Ergänzend wurde im Unterricht auch die ernährungsphysiologische Bedeutung von Fisch in Abhängigkeit von unterschiedlichen Zubereitungsarten thematisiert.
Einen Profitipp gab Fischwirt Mario Pfaudler den angehenden Hauswirtschafterinnen ebenfalls mit auf den Weg: „Mit der Zubereitung sollte man zwei bis drei Stunden nach dem Schlachten warten, damit sich der Fisch beim Braten nicht unschön in der Pfanne wölbt.“

Theorie und Praxis Hand in Hand

Semestersprecherin Daniela Michaelis resümiert: „Die Lehrfahrt hat mir wertvolle Einblicke in Fischerei und Verarbeitung geboten. Besonders toll war, dass wir selbst aktiv werden durften und unseren eigenen Fisch vom Teich bis zum Teller verarbeitet haben. Das war eine gelungene Verbindung zwischen Theorie und Praxis, ein wesentliches Merkmal der Schule und einer der Gründe, warum ich sie so gerne besuche.“

Neues Semester startet im September 2026
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