Tipps aus der Hauswirtschaftsschule
Baisertupfen als Geschenk aus der Küche

Kleine Beutel mit Baiser

Wohin mit dem restlichen Eiweiß, wenn im Rezept nur das Eigelb Verwendung findet? "Aus keinen Fallt wegwerfen!", sagt Carina Brunner, Küchenpraxislehrerin an der Teilzeitschule für Hauswirtschaft in Schwabmünchen. "Machen Sie Baiser daraus, dann haben Sie direkt leckeres Topping für Desserts oder süße kleine Mitbringsel auf Vorrat."

Einzelnes Eiweiß kann problemlos auf Vorrat eingefroren werden. Haben sich ein paar Behälter angesammelt, können Sie Baiser zubereiten!
Die Zutaten, die Sie für Baiser benötigen hat man eigentlich immer zu Hause: Zucker, Zitronensaft, Salz und natürlich das Eiweiß!

Zutaten

Das Mengenverhältnis lässt sich einfach berechnen: Das gesammelte kalte Eiweiß wiegen und doppelte Menge Zucker berechnen. (z. B. 70g Eiweiß = 140g Zucker) Ja, es braucht dabei viel Zucker. Denn Zucker macht das kleine, weiße Gebäck so lange haltbar. Noch eine Prise Salz dazu – zur Abrundung des Geschmacks und ein Spritzer Zitronensaft – die Säure hilft bei der Standfestigkeit.

Zubereitung

Anschließend wird das Eiweiß gut mit dem Schneebesen geschlagen, den Zucker dabei langsam einrieseln lassen. Das dauert 5-10 Minuten, je nachdem ob ein Handrührgerät, oder eine Küchenmaschine verwendet wird. Der Eischnee ist fertig, wenn er glänzend weiß ist und Spitzen zieht.
„Gelingtipp“ dabei ist, dass die Rührschüssel sauber gespült und kalt ist – ein Fettfilm auf der Schüssel verhindert, dass das Eiweiß fest wird.
Die weiße Masse in einen Spritzbeutel füllen und kleine, gleichmäßige Tupfen auf ein Backblech mit Backpapier spritzen. „Machen Sie Baiser, wenn Sie eh schon den Backofen nutzen. Sie können z. B. erst Ihren Auflauf backen und anschließend die Baisers. So ist die Energie gut genutzt. Baiser wollen eher trocknen als gebacken werden - bei 100°C ca. 60 Minuten. "Noch sinnvoller ist es, gleich drei Bleche zu backen. Es verlängert sich dadurch zwar die Backdauer um etwa 20 Minuten, aber so hat man gleich einen Vorrat“, rät Brunner.
Dieser Baiservorrat lässt sich wunderbar das ganze Jahr über als „Geschenk aus der Küche“ verschenken. Diese Süßigkeit ist an keine Jahreszeit gebunden und die Tüten sind ein Hingucker. Die weißen Tupfen pur verkostet knuspern und brechen im Mund ganz wunderbar.
Als letzten Tipp gibt Brunner eine schnelle, einfache Dessertempfehlung: „Baisertraum“ – Jogurt Natur in Dessertgläser füllen, Obst nach Wahl – am besten saisonal und regional - frisch kleingeschnitten auf dem Jogurt verteilen und darauf grob zerbröselte Baisertupfen streuen. Fertig ist der schnelle Nachtisch.

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