Winterweizen: Versuchsergebnisse und Sortenberatung

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg informiert über Versuchsergebnisse zu Winterweizen.
Sortenberatung 2025/26
- Tertiäres Hügelland/Gäu (22):
Eliteweizen (E): Axioma, Exsal, KWS Emerick
Qualitätsweizen (A): Ambientus, Asory, LG Optimist, Polarkap, RGT Kreation, SU Jonte, SU Magnetron
Brotweizen (B): KWS Mintum
Sonstiger Weizen (C): KWS Keitum, SU Shamal - Jura/Hügelland (23):
Eliteweizen (E): Axioma, Exsal, KWS Emerick
Qualitätsweizen (A): Akzent, Ambientus, Asory, LG Optimist, SU Jonte, SU Magnetron
Brotweizen (B): KWS Mintum
Sonstiger Weizen (C): KWS Keitum, SU Shamal
Sortenbeschreibung
Eliteweizen (E)
Qualitätsweizen (A)
Brotweizen (B)
Sonstiger Weizen (C)
Brauweizen
Bei der Erzeugung von Brauweizen ist es besonders wichtig, den Eiweißgehalt im Blick zu behalten. Ziel sollte es sein, nach analytischen Untersuchungen der Mälzer ein Eiweißgehalt von max. 12 % anzustreben. Zu beachten ist, dass die Untersuchung des Eiweißgehalts in den Mälzereien anders bewertet wird, als in der Backweizenproduktion.
Das Weizenprotein beinhaltet im Vergleich zu anderen Getreidearten mehr Stickstoff. Somit ist der Umrechnungsfaktor von Stickstoff zu Eiweiß bei Backweizen mit 5,7 definiert. Die anderen Getreidearten werden mit 6,25 multipliziert, um den Eiweißgehalt zu bewerten. Brauereien und Mälzereien verwenden jedoch auch bei Weizen, den für andere Getreidearten üblichen Faktor von 6,25. In der Praxis bedeutet dies, dass ein Weizen, der in der Mälzerei 12 % Eiweiß beinhaltet, in einem Lagerhaus nach Vorgaben der Analyse bei Backweizen lediglich einen Wert von ca. 11% erreicht.
Damit diese niedrigen Werte umgesetzt werden können, muss die Wahl auf eine Sorte fallen, die hohe Erträge und gleichzeitig niedrige Rohproteingehalte liefert. Zudem muss die Stickstoffdüngung entsprechend geplant sein und die dritte Gabe im Vergleich zur normalen Weizenproduktion reduziert werden. Entsprechend wichtig ist es, die Abnahme der Ware in Form von Anbauverträgen sicher zu stellen.
Neben den agronomischen Eigenschaften sind für einen Brauweizen auch gute Mälzungs- und Braueignungen gefragt. Die Sorte KWS Keitum erreicht gute Malzeigenschaften. Auch die mittlerweile im LSV nicht mehr geprüfte Sorte Apostel ist als Brauweizen gut geeignet.
Vor allem bei KWS Keitum ist darauf zu achten, dass die Sorte gegenüber Fusarium lediglich mittel eingestuft ist. Beim Brauweizenanbau wird sehr hoher Wert auf möglichst geringe DON-Gehalte gelegt. Infektionen mit Fusarium sind demnach zwingend zu vermeiden.
Eine überdurchschnittliche Sortenresistenz gegenüber Fusarium wäre demnach bei der Sortenwahl wünschenswert. Gängige Praxis ist beim Brauweizen, dass dieser in der Fruchtfolge nicht nach Mais insbesondere Körnermais steht. Nicht selten ist der Ausschluss von Mais / Körnermais als Vorfrucht im Abnahmevertrag geregelt.
Bei der Sortenwahl im Brauweizenbereich ist es sehr wichtig, den Kontakt zum Abnehmer bzw. dem Verarbeiter zu suchen.
Brauweizen zeichnen sich im Allgemeinen durch einen niedrigen Rohproteingehalt, eine niedrige Viskosität der Maische und einen hohen Extraktgehalt aus. Die Sorte, die für den jeweiligen Anbau in Frage kommt, ist im Vorfeld immer mit dem Abnehmer abzustimmen.
Versuchsergebnisse, Sortenbeschreibung, Hinweise zur Produktionstechnik

