Frühlingsernte startet: Frisch, knackig und aus der Region
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Wenn die Tage länger werden und die Sonne an Kraft gewinnt, tut sich auf den Feldern und in den Gewächshäusern unserer Region schon einiges: Die erste Frühlingsernte steht vor der Tür. Noch ist die Auswahl kleiner als in ein paar Wochen, aber bereits jetzt können Verbraucherinnen und Verbraucher zu knackig frischem Gemüse aus heimischem Anbau greifen – ergänzt durch bewährtes Lagergemüse, das die Lücke zwischen Winter und neuer Saison schließt.
Feldsalat & Co.: Was es jetzt schon gibt
Zu den Stars der frühen Saison zählt der Feldsalat. Dank geschütztem Anbau in Gewächshäusern und Folientunneln kommt er bereits jetzt kontinuierlich vom Acker auf den Teller – egal, ob Sie auf den regionalen Märkten, in Hofläden oder z. B. über Abo-Kisten Gemüse kaufen.
„Weniger bekannt aber genauso lecker ist der Winterportulak, der noch bis April Saison hat“, weiß Sabrina Hartl, Abteilungsleiterin Gartenbau am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Augsburg. „Der Winterportulak, auch bekannt als Postelein, ist ein echter Geheimtipp für Hobbygärtner, da die Pflanze einfach äußerst unkompliziert ist“, verrät Hartl. Die dickfleischigen und saftigen Blätter wachsen in Büscheln und sind sehr frosthart. „Am besten sät man Winterportulak schon im Vorjahr ab dem frühen Herbst aus, dann können sich die Pflanzen noch etwas entwickeln, und die Ernte im nächsten Jahr ist größer. Später blüht er auch schön mit kleinen, zarten weißen Blüten“, so Hartl. Gegessen werden kann er gut als Beigabe im Salat oder feingeschnitten in Quark oder Frischkäse. Da er schön mild schmeckt, essen ihn auch Kinder gern.
Generell prägt jetzt vor allem grünes Gemüse die Auswahl. Verantwortlich dafür ist das Chlorophyll, der grüne Farbstoff in den Pflanzen, der Sonnenlicht in Energie umwandelt. Für Verbraucher bedeutet das nicht nur frische Farben auf dem Teller, sondern auch eine Extraportion Vitamine und Nährstoffe – ideal, um nach dem Winter neue Energie zu tanken.
Neben Feldsalat und Winterportulak haben im April Spargel, Rhabarber, Bärlauch, Radieschen, Frühlingszwiebel, verschiedene Salate, Kresse und Kräuter Saison. Das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) hat einen praktischen Saisonkalender zum Download für Verbraucherinnen und Verbraucher zusammengestellt:
Lagergemüse – Die Basis im Hintergrund
Neben der frischen Frühlingsernte spielt weiterhin das Lagergemüse aus dem Herbst eine zentrale Rolle auf dem Markt. Kartoffeln, Möhren, Rote Bete, Zwiebeln sowie Weiß- und Rotkohl sind nach wie vor aus regionalem Anbau verfügbar. Diese Kombination aus frischem Blattgemüse und lagerfähigen Klassikern ermöglicht abwechslungsreiche, regionale Küche: vom lauwarmen Kartoffel-Feldsalat bis zum bunten Rohkostteller mit Möhren und Rote Bete.
Start in die Gartensaison
Parallel dazu beginnt in den Gärtnereien die Hochsaison für Jungpflanzen. Ob Tomaten, Paprika, Salate, Kohlrabi oder Kräuter – viele Kulturen werden jetzt von den Betrieben vorkultiviert, um sie dann zum Auspflanzzeitpunkt anzubieten. Für Hobbygärtner ist das eine praktische Alternative zur eigenen Anzucht: Wer auf regionale Jungpflanzen setzt, spart Zeit und reduziert das Risiko von Anzuchtfehlern.
Sollte dennoch etwas nicht klappen, können Sie sich mit Fragen an das „Gartentelefon“ der Bayerischen Landesanstalt für Gartenbau wenden. Montag und Donnerstag von 10 - 12 Uhr sowie 13 - 16 Uhr können Sie sich unter 0931/9801-3333 kostenlos beraten lassen.


